Michael Schultz Daily News Nr.474

Berlin, den 18. Juli 2013

Liebe Freunde,

rückblickend zu meiner kleinen Reise nach München ist es mir ein großes Bedürfnis heute noch nachzutragen, dass der Besuch im Atelier von Sabina Sakoh ein wirklicher Augenschmaus war. In ihrer neuen Produktion haben sich die Geschichten verfeinert, und ihre Malerei liest sich viel intensiver. Sie ist zu einer großen Erzählerin gereift und beschreibt in ihrem aktuellen Malzyklus Revolutionäres aus Vergangenheit und Gegenwart. Im Katalog für die 'VIENNAFAIR' (10. - 13. Oktober) werden wir ein Werk aus ihrer aktuellen Produktion veröffentlichen. 

Im Oktober wollen wir in Wien in unserer Messepräsentation ein 'anderes Gesicht' aus unserem Programm zeigen. Weniger Malerei, dafür mehr Installatives und Fotos. Kunst von Annette Merrild, Katharina Sieverding und Lee Leenam im Mittelpunkt; wir zeigen aber auch 'Klassisches' von Rebecca Raue, Cornelia Schleime, Bernd Kirschner und SEO. Von der Messeleitung sind uns einige VIP Tickets zur Verfügung gestellt worden. Diese geben wir gerne weiter. Anfragen bitte an saul@galerie-schultz.de

Auch die Zulassung für die ARCO ist ins Haus geflattert. So frühzeitig ist das gut für unsere Planung. Die Messe in Madrid (19. - 23. Februar 2014) gehört seit vielen Jahren zum festen Bestandteil unserer auswärtigen Auftritte. Intensive Kontakte konnten dort in den vergangenen zwei Jahrzehnten aufgebaut und gepflegt werden. Im Februar nach Madrid zu reisen, ist immer auch eine Heimkehr zur 'Familie'. So soll es bleiben.

Heute wird in Kassel über Jonathan Meeses Hitlergrußprovokationen verhandelt. Zu hoffen ist, dass sich die Richter nicht von der geschmacklosen 'Bushido' Kloake beeindrucken lassen und, dass die aktuelle Diskussion über eine Indizierung seines ekelhaften 'Stress ohne Grund' Songs keine Folgen in der Beurteilung zu Messes 'Diktatur der Kunst' haben.  Wir drücken ihm die Daumen. 

Wenn sich die Sommerferien nähern, steigen erfahrungsgemäß die Benzinpreise. Die Spritkonzerne nutzen die Nachfrage und lassen die Autofahrer bluten. Bis zu 4 Cent müssen ab heute mehr bezahlt werden. Alljährlich ist dies ein großes Thema, und die gesamte Boulevardpresse kämpft mit lautstarker Empörung um die Gunst der Autofahrer. Aber es gibt auch andere Themen, die der Sommer so mit sich bringt. Alles um's Reisen ist angesagt: Autobahngebühren im Ausland; die europäische Bußgeldverordnung; Benzinpreise rund um den Erdball; wie viel Sonnenmilch verträgt der Körper und wie sieht der beste Moskitoschutz aus. Unbezahlbare Tipps für die Erholungssuchenden.

Mit einem anderen, aber ebenso wichtigen Urlaubsthema beschäftigte sich dieser Tage die Berliner B.Z. unter der Headline 'So regelt der Staat den Sex'  wird anhand von Beispielen aufgezeigt, was, wann und wo beim Sex verboten oder erlaubt ist. Besonders prüde kommen in dieser Aufstellung die Amerikaner vor: in Florida ist es per Gesetz verboten, mit einem Stachelschwein Sex zu haben und wer mit dem Teufel schlafen will, darf dies nur mit Kondom. In Alabama dürfen Frauen z. B. in einer Billardkneipe die Männer nicht zum Sex auffordern; in Ames, im Bundesstaat Iowa, darf der Mann vorm Beischlaf nicht mehr als 3 Glas Bier getrunken haben und in Idaho ist kopulieren in Autos sogar erwünscht. Polizisten, die ein sich liebendes Paar kontrollieren wollen, dürfen dies erst nach zwei Minuten Wartezeit tun und  nur dann, wenn sie vorher 3-mal gehupt haben. In Connorsville im US-Bundesstaat Wisconsin ist es für die Männer verboten, nach dem Orgasmus der Frau ihre Waffen abzufeuern.

Ja die Amis, die haben wirklich einen ganzen schönen Schuss. Aber auch anderswo in auf der Welt wird reglementiert: im sonst so gar nicht so prüden Ungarn darf man nur wenn das Licht aus ist; in China droht Gefängnis wenn man einer Frau auf ihre nackten Füße schaut; in Uruguay darf der Ehemann den Nebenbuhler erschießen, ihm die Nase abschneiden oder  kastrieren. Je nachdem wonach ihm gerade ist.  Bis auf das Küssen in der Öffentlichkeit ist in Russland alles erlaubt. Sex auf einem abgestellten Motorrad hingegen, wird in England mit Gefängnis geahndet. Während der Fahrt, so sieht es zumindest aus, wiederum ist er erlaubt. 

Üblicherweise erreicht man den Urlaubsort über öffentliche Verkehrswege. Nach diesen o.g. Erkenntnissen ist es ratsam, nicht nur die Benzinpreise zu checken, sondern eben auch einen Blick in die Verkehrsregeln zu werfen. Dieser kann vor unangenehmen Überraschungen schützen.

Die Sonne steht auch heute wieder im Zenit. Gut eincremen - 40 ml Sonnenmilch am Tag braucht der Körper. Morgen wird es hoffentlich wieder ernster, und bis dahin sende ich die besten Grüße.

Michael