Michael Schultz Daily News Nr.469

Dresden, den 11. Juli 2013

Liebe Freunde,

auch in Dresden kann man sich entspannen. Das habe ich gestern bereits erwähnt. Dass aber auch das Umland interessante Reiseziele hat, konnte ich nun ebenso erleben: aus dem ehemaligen Kohletagebaugebiet der Niederlausitz, im Speziellen um die kleine Kreisstadt Senftenberg, hat sich im Laufe der Jahre ein touristisches Kleinod entwickelt, welches sich sehen lassen kann. Geboten werden hervorragende Wassersportmöglichkeiten; Wander-und Radwege, die die gesamte Seenplatte umgeben, aber auch ein abwechslungsreiches Ausstellungs-und Konzertprogramm werden geboten. Eingebettet ist das alles in eine üppige und naturbelassene Landschaft. Auch Kunst wird dort gesammelt. Gerne hätte ich die Privatsammlung des Unternehmers Volker Berg besichtigt;  wegen Hausumbau war dies jedoch nicht möglich, die Begegnung mit ihm dafür umso herzlicher.

Die Eröffnung der Ausstellung 'Sternenwasser' mit atelierfrischer Malerei von Monika Sigloch war trotz großer Hitze und Sommerferien gut besucht. Ausgewählte Dresdner, aber auch Fans aus dem Rest der Republik wurden im Anschluss zu einem Grillabend eingeladen. Das hatte alles Stil und zeigt erneut, wie wichtig den Betreibern die Bespielung der Kunsthalle ist. Einen kleinen Einblick in das Eröffnungsgeschehen bietet das angehängte Foto.

 

Ein Blick in die Ausstellung zeigt, dass trotz hochsommerlichen Wetters  die Vernissage von Monika Sigloch in Dresden gut besucht war.

Während der großen Flut, die vor einigen Wochen halb Dresden unter Wasser setzte, wurde mutig und beherzt in der Galerie von Ines Schulz eine Helge Leiberg-Ausstellung eröffnet. Der große Besuch und das ernsthafte Interesse haben bewirkt, dass die Show um zwei Wochen verlängert wurde. Für mich ist dies eine gute Gelegenheit, noch heute vor meiner Abreise  einen Besuch abzustatten.

Der Eröffnungsreigen geht heute Abend weiter: in der Bozener Galerie von Antonella Cattani wird Neues aus dem Atelier von Julia Bornefeld gezeigt. Hinter dem Titel 'INTERVALL' verbirgt sich die Produktion der letzten Monate. Was sie sonst noch alles  bewerkstelligt, darüber gibt uns das folgende Foto Auskunft:

 

Mit Hilfe der Ortsfeuerwehr wurde dieser Flügel in Flammen gesetzt. Im August dann wird die gesamte Performance als Video erhältlich sein.

Am Nachmittag werde ich wieder im Berliner Büro sitzen. Vor meiner Heimreise allerdings möchte ich auf ein Merkel-Interview in der 'Zeit' hinweisen. In diesem verteidigt sie die Arbeit der Geheimdienstler, die für unsere Sicherheit unerlässlich sei. Vergleiche mit der Stasi lässt sie nicht zu und weist diese weit von sich.

Viel Spaß bei der Lektüre und beste Grüße.

Michael