travelling towards the unknown

Galerie Ewald Schrade - Schloß Mochental
89584 Schloß Mochental
bei Ehingen / Donau

Dienstag - Samstag  13 - 17 Uhr
Sonn- und Feiertage 11 - 17 Uhr

http://www.galerie-schrade.de/home/mochental/ausstellungen/

Das Boot ist ein wiederkehrendes Motiv in Rebecca Raues Arbeiten. Mit dem Boot kann man Freiheit assoziieren, Reiselust, Fernweh, das Boot kann aber metaphorisch auch als Körper verstanden werden, in dem wir durchs Leben reisen. RR verbindet mit dem Boot meist die Frage nach Heimat, nach zuhause. Wo kommen wir her? Wo gehen wir hin? In der Installation „ablegen und ankommen“, die für den barocken Hubertussaal in Schloss Mochental konzipiert ist, geht RR einen Schritt weiter: die Boote werden aus Holz gebaut, von Afrikanern, die mit ähnlich einfach gebauten Booten übers Mittelmeer nach Lampedusa und schließlich nach Berlin gekommen sind. Viele andere sind auf der Überfahrt ertrunken, das Meer hat sie verschluckt. Wie kann Deutschland, wie kann Europa sich dem Leid dieser Menschen annehmen? „Ablegen und ankommen“- Vorurteile ablegen, in der Menschlichkeit ankommen. RR gibt keine Antworten, sie bietet einen Raum, ein begehbares Bild, das zum Verweilen, zum Mit-sich-selbst-ins-Gespräch-kommen einlädt. Vielleicht ist der Gedanke des auf-der-Flucht-seins dem einen oder anderen viel näher als erst einmal angenommen. Ihre Boote zeigt Rebecca Raue in Mochental im Innenraum, der aufs Außen verweist und sich mit seinen Fragen doch ganz ans eigene Innere wendet. Und wo ist „zuhause“?
Die Boote sind entstanden in Zusammenarbeit mit Cucula (Refugees Company for Crafts and Design)
, www.Cucula.de.

 

05.10.2014 - 30.11.2014