Michael Schultz Daily News Nr. 750

Michael Schultz Daily News Nr. 750

Berlin, den 22. August 2014

 

unter der Bezeichnung 'Daily News' veröffentlichen wir heute zum siebenhundertundfünfzigsten Mal unseren Tagesbrief. Ein kleines Jubiläum, aber auch Grund genug, an dieser Stelle all denjenigen zu danken, ohne deren Zuarbeit dieses Projekt nicht möglich ist. Es sind die Kolleginnen und Kollegen, im Besonderen Antje Bollwahn und Jona Markgraf, die neben ihrer eigentlichen Arbeit frühmorgens den Text korrigieren, formatieren und Fotos einfügen, und ihn dann mit der Vorgabe, dass dieser spätestens um 11 Uhr bei den Empfängern ist, auf den Weg schicken. Zuvor wird das Ganze am Homecomputer verfasst, davor wird recherchiert und über die aktuelle Tageslage sondiert. Feststehende Themen gibt es nicht, der Inhalt entsteht an der Tastatur.

An manchen Tagen fällt das Schreiben schwer. Heute ist so einer. Es sind nicht die Ideen, die fehlen, es ist der Funke der heute nicht überspringt; der Kopf ist wie verklebt und die Finger schwer wie Blei.  Ab und an passiert das, dass es ausgerechnet heute so ist, macht die Lage umso schwerer. Für solche Fälle lagert in den Redaktionsstuben großer Verlagshäuser Vorgefertigtes; auf Grund unserer Unternehmensstruktur können wir darauf nicht zurückgreifen. Nichts liegt auf Halde, alles was wir Tag für Tag liefern, wird am Morgen frisch zubereitet. Doch wenn die Zutaten fehlen, wird's auch für uns schwierig.  

Rückblick und Ausblick, so sehen Jubiläen in der Regel aus. Nach hinten wird jubiliert und vor der Zukunft wird gewarnt. Ist ja auch das Einfachste. Bestandsbewahrung ist das Zauberwort der Festschriftschreiber; mit tiefer Stimme und strengem Blick wird vorgetragen was passieren kann wenn ...  Jeder von uns hat das schon mal miterlebt. Schon in der Schule wurde Erreichtes mit mahnenden Worten auf Bevorstehendes kommentiert. Lob ohne Vorbehalt gibt es nicht. Und Eigenlob schon garnicht.

Doch den gut eingeführten Jubiläumsregularien schließen wir uns nicht an.  Nicht weil uns das grundsätzlich gegen den Strich geht: es fällt uns heute einfach nichts ein. Und dann ist es auch gut.  Dass wir Nachahmer gefunden haben, ist das größte Kompliment das die Vergangenheit uns beschert hat. Dabei wollen wir's für heute belassen.  

Morgen Abend eröffnen wir die Ausstellungen von SEO und Annette Merrild. Die Saison beginnt. Mit einem Paukenschlag. Endlich. 

Am Montag wieder mehr. Bis dahin die besten Grüße.